Sanierung der Hafenmundbrücke: SPD-Verkehrspolitiker informierten sich an der Hafeneinfahrt

Sanierung der Hafenmundbrücke - SPD-Fraktion vor Ort am Hafen

Direkt vor Ort machten sich gestern die Fachleute der SPD-Fraktion aus den Bereichen Verkehr und Umwelt unter Federführung der verkehrspolitischen Sprecherin Margret Schneegans ein Bild von der Situation an der Uferstraße im Bereich der Hafenmundbrücke. Die Brücke ist dringend sanierungsbedürftig, stammt sie doch aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die Widerlager der Brücke sind sogar noch älter. Sie datieren aus dem Jahr 1913, als die Brücke ursprünglich errichtet wurde.

Problematisch wird es, wenn man die Lage der Brücke betrachtet. Über sie führt die Uferstraße, die täglich von rund 18.000 PKW und 1.500 LKW passiert wird.

Eine Alternative zur Sperrung der Uferstraße gibt es allerdings nicht, erläuterten Stadtbaurat Martin Harter und der Leiter des Verkehrsreferates Dr. Wilfried Wiedemann, die auf Einladung der SPD-Fraktion an dem Termin teilnahmen.

Ein behelfsmäßiger Ersatzbau würde den Brückenbau fast um das doppelte teurer machen und es fehlt schlicht der Platz.

Wenn eine Sperrung schon nicht ganz vermieden werden kann, so soll doch die Bauzeit mit ca. 18 Monaten für ein solches Projekt verhältnismäßig kurz gehalten werden.  Außerdem, so versicherte Martin Harter, wird der Brückenbau erst in Angriff genommen, wenn die Bismarckstraße nach Beendigung des Umbaus wieder voll befahrbar ist.

Der ebenfalls eingeladene Referatsleiter Wirtschaftsförderung Rainer Schiffkowski kündigte für den 13. August eine ausführliche Informationsveranstaltung an, zu der nicht nur die unmittelbar betroffenen Unternehmen und Anlieger  an der Uferstraße eingeladen worden seien, sondern auch diejenigen an der Kurt-Schumacher-Straße, der Alfred-Zingler-Straße, der Overwegstraße und des Gewerbeparks Schalke.

Bei dieser Veranstaltung soll nicht nur die Erneuerung der Hafenmundbrücke angesprochen werden, sondern es soll die gesamte Problematik der Verkehrsführung unter anderem auch zur Feinstaub- und Lärmreduzierung Thema sein. Stadtbaurat Martin Harter wies darauf hin, dass man dieses Problem bei der Bezirksregierung zur Sprache gebracht habe. Gelsenkirchen sei hier durch die Baumaßnahmen und Sanierungszwänge in einer besonderen Situation, die berücksichtigt werden müsse.

Werner Altenwerth von der Spedition Siefert begrüßte ausdrücklich die ausführliche Vorabinformation der Anlieger. Gleichzeitig machte er auf das Problem der Schwertransporte aufmerksam, die wegen der besonderen Ausmaße und Lasten kaum Alternativen nutzen könnten. Hier sollen im Zuge der Vorbereitung Lösungen gefunden werden.

Neben den Gästen nahmen an dem Termin für die SPD-Fraktion Olaf Bier, Ralf Hauk, Kurt Krause, Manfred Leichtweis, David Peters und Margret Schneegans teil.