23. Mai 2016 | Pressemitteilungen

2. Forum Perspektiven

Diskussionsrunde mit Carsten Sieling zum Thema „Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit gehören zusammen“

  • v.l. Sandra Latzke, Carsten Sieling, Heike Gebhard, Joachim Poß, Taner Ünalgan, Dr. Wilhelm Adamy

Am vergangenen Donnerstag, den 19. Mai 2016, fand das zweite Forum Perspektiven der SPD Gelsenkirchen unter dem Titel "Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit gehören zusammen" statt. Als sachkundige Experten nahmen Carsten Sieling, Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, sowie Dr. Wilhelm Adamy, Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand, daran teil. Zu Beginn der Veranstaltung erklärten verschiedene Mitglieder der Gelsenkirchener DGB Jugend per Video-Botschaft, was soziale Gerechtigkeit für sie bedeute. Aussagen der Teilnehmer zum gleichen Thema wurden außerdem mittels Karten an Pinnwänden prominent platziert.


In ihrer Eröffnung knüpfte die Parteivorsitzende Heike Gebhard, MdL an den Gerechtigkeitskongress der SPD in Berlin an. „Der wachsende Zorn gegen Ungerechtigkeiten werde von der SPD aufgenommen.“ Es sei unerträglich, dass sich die wirklich Reichen, also die zehn Prozent, die 40 Prozent des Gesamteinkommens beziehen, ihre Einkommensverhältnisse gegenüber dem Staat verschleiern und der gerechten Besteuerung entziehen, während die in den unteren Einkommensgruppen sich bis auf den letzten Cent offenbaren müssen, so die Parteivorsitzende und forderte: „Kapitalerträge müssen endlich genauso besteuert werden wie Arbeit.“

"Eine wirkliche Chancengleichheit für jeden Einzelnen, sowohl in Bildung, auf dem Arbeitsmarkt oder auch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ist Kern des sozialen Zusammenhalts. Diesen gilt es, vor allem als SPD, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen gleichgesinnten gesellschaftlichen Kräften, mehr denn je zu fokussieren, um die soziale Ungleichheit in Deutschland wirkungsvoll einzudämmen", erklärt Sandra Latzke, Mitinitiatorin des Veranstaltungsformats.

Taner Ünalgan, ebenfalls Initiator des Forum Perspektiven, erklärte: "Die SPD muss wieder zur Partei der Chancengleichheit und des begründeten Zukunftsoptimismus werden. Dafür müssen wir auch an Lösungen des Problems der deutlich ungleichen gesellschaftlichen Teilhabe ärmerer Menschen arbeiten. Demokratie darf nicht zur Veranstaltung für Besserverdiener werden." In seiner Stellungnahme zum Ende der Veranstaltung wies Joachim Poß, MdB unter anderem auf die bisherigen Erfolge der SPD in der Großen Koalition hin, die den sozialen Zusammenhalt in Deutschland gestärkt hätten.