10. April 2019 | Pressemitteilungen

Armutsstudie der Bertelsmann-Stiftung

Haertel (SPD): „Bundestagsabgeordnete müssen Regierung in die Pflicht nehmen“

  • Dr. Klaus Haertel, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion

Die SPD-Ratsfraktion begrüßt die aktuelle Debatte über die Aussagekraft und Sinnhaftigkeit von Studien, die durch die Absage der Teilnahme zahlreicher Ruhrgebiets Oberbürgermeister und Landräte in Gang gesetzt wurde. Die in der WAZ-Ausgabe vom Dienstag (9.4.19) dargestellten Ausführungen des Sozialdezernenten Luidger Wolterhoff bekräftigen die Ansicht der SPD-Ratsfraktion, dass quantitativ erhobene Daten isoliert betrachtet keine umfassende und qualitative Bewertung der Lebenswirklichkeiten der Menschen in Gelsenkirchen und im gesamten Ruhrgebiet zulassen.

Dr. Klaus Haertel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt: „Die Betrachtung der Arbeitslosenstatistik allein gibt kein umfassendes Bild über die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Gelsenkirchen ab. Es wurden zum Beispiel in den letzten zehn Jahren etwa 10.000 neue Arbeitsplätze in Gelsenkirchen geschaffen. Mit dem sozialen Arbeitsmarkt können wir jetzt auch die Langzeitarbeitslosigkeit angehen, hier geht es aber nur mit langfristiger, intensiver Beratung und Betreuung.“
Neben der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit betont Haertel die Herausforderungen durch den Zuzug von Menschen aus Südosteuropa sowie die Integration von Geflüchteten und verbindet diese mit einer Aufforderung: „Der finanzielle Aufwand für die Integration in den Arbeitsmarkt und in unsere Stadtgesellschaft ist mit erheblichen Kosten verbunden. Als Stärkungspaktkommune ist dies nicht ohne Unterstützung von Bund und Land zu leisten. Deswegen appelliert die SPD-Ratsfraktion an die Bundestagsabgeordneten aus Gelsenkirchen der demokratisch gesinnten Parteien, für eine kostendeckende Finanzierung der Kosten für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen einzutreten. Insbesondere fordern wir Oliver Wittke als Parlamentarischen Staatssekretär auf, sich verstärkt für die realen Herausforderungen der Ruhrgebietsstädte in der Bundesregierung einzusetzen, statt Scheindebatten um die Teilnahme an Studien zu führen.“

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.  Mehr Informationen
einverstanden