04. Mai 2017 | Pressemitteilungen

Neues Werk zur Stahlveredelung in Gelsenkirchen?

Dr. Klaus Haertel schreibt Brief an OB Baranowski

  • Dr. Klaus Haertel, Vors. der SPD-Ratssfraktion GE

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im überörtlichen Teil (Rhein-Ruhr) der WAZ vom heutigen Tage berichtet in einem Interview der „Stahlchef von Thyssen-Krupp, Herr Andreas Goss, von Überlegungen, in NRW wegen der hohen Nachfrage nach feuerverzinktem Material ein neues Werk zur Veredelung von Stahl für die Autoindustrie zu bauen.“ Nicht nur wegen der Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, sondern auch wegen der dringend benötigten industriellen Arbeitsplätze in Gelsenkirchen haben mich diese Überlegungen von Thyssen-Krupp aufhorchen lassen.

Ich könnte mir vorstellen, Flächen im Norden unserer Stadt zur Verfügung zu stellen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum E.ON-Kraftwerk Scholven könnte diesem als Sekundäreffekt eine langfristige Perspektive geben. Möglicherweise liegt die Fläche der ehemaligen Kokerei in Scholven zu nahe an der Wohnbebauung, trotzdem sollte man das prüfen. Des Weiteren könnte ich mir auch einen Zugriff auf Teile der Norderweiterungsfläche von BP vorstellen. Natürlich müsste in diesem Fall mit BP vorab gesprochen werden. Ich verweise auch auf die ungefähr zehn Jahre alten Überlegungen, einen Güterbahnhof am Standort von BP zu bauen. Auch diese Überlegungen könnten wiederbelebt werden. Obwohl die konkreten Ziele von Thyssen-Krupp hier nicht bekannt sind, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Möglichkeiten eines Angebotes bzw. Ansiedlungsgespräches an Thyssen-Krupp prüfen lassen würden.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Haertel

Fraktionsvorsitzender