14. Dezember 2017 | Pressemitteilungen

Populismus hilft dem Wohnzimmer GE nicht

David Peters: „Debatte sachlich führen“

  • David Peters, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

„Zweifellos leistet das Wohnzimmer GE einen wertvollen Beitrag für das kulturelle Leben in unserer Stadt, wie auch viele andere Einrichtungen und freischaffende Künstler. Deshalb hat sich die SPD-Fraktion auch dafür eingesetzt, dass der Einrichtung aus ihrer Finanznot geholfen und so die Existenz im kommenden Jahr gesichert wird. Den Antrag auf Förderung mit 70.000 Euro über den städtischen Haushalt lehnen wir aber weiter ab“, so David Peters, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

„Denn zur Ehrlichkeit gehört in der Debatte auch ein Blick auf den Kulturetat: Abgesehen von der Förderung des Musiktheaters und der Neuen Philharmonie, über die in Gelsenkir-chen übergreifender politischer Konsens herrscht, erhält beispielsweise das Consol Theater mit jährlich „nur“ rund 50.000 Euro die größte Fördersumme, die gesondert im Haushalts-plan festgeschrieben ist. Andere „kleinere“ Einrichtungen, wie das SPUNK in Ückendorf oder der Kunstverein, erhalten jährliche Fördersummen zwischen 3.000 und 6.000 Euro. 70.000 Euro für das Wohnzimmer sind vor diesem Hintergrund gegenüber anderen Kultur-einrichtungen, die auch gute und wichtige Arbeit leisten, schlicht unverhältnismäßig.

Bereits in der Debatte im Kulturausschuss habe ich deshalb angekündigt, dass wir als SPD-Fraktion im kommenden Jahr rechtzeitig vor den Beratungen des Haushalts 2019 die Höhe und die strukturelle Verteilung der Kulturfördermittel insgesamt (30.000 Euro jährlich) dis-kutieren wollen. Auch weil diese Summe seit 20 Jahren nicht angehoben wurde“, so David Peters.

„Zur Ehrlichkeit in der Debatte gehört auch, dass das Wohnzimmer seit 2014 keinen Förder-antrag bei der Stadt mehr gestellt hat. Dies ist nun nach meinem Kenntnisstand geschehen, wodurch die akute Finanznot abgewendet wurde. Um zukünftig auch Fördergelder beim Land NRW beantragen zu können, empfehle ich den Betreibern des Wohnzimmers, sich um die Aufnahme in das Netzwerk soziokultureller Zentren zu bemühen.

Für den Haushalt 2018 möchte die SPD-Fraktion zudem 25.000 Euro für einen Tag der freien Kultur in den Haushalt aufnehmen, sodass sich die gesamte freie Szene jährlich denBürgerinnen und Bürgern präsentieren kann. Den Auftrag zur Konzeption eines solchen Ta-ges hatte die SPD-Fraktion bereits im letzten Jahr in den Haushalt eingebracht. Das zeigt aus meiner Sicht gut, dass die SPD-Fraktion sich kontinuierlich für die Kultur in unserer Stadt einbringt und dabei verantwortungsvoll mit dem städtischen Geld umgeht“, so Peters ab-schließend.

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