08. April 2014 | Pressemitteilungen

Die AGS Gelsenkirchen fordert eine Reform des G8-Modells

Für den neuen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in Gelsenkirchen stellt das heutige Abitur nach acht Schuljahren kein Erfolgsmodell dar. Der neue AGS-Vorsitzende Wolfgang Moellers stellt klar: "Ein guter Unternehmer wird man nicht durch die gelenkte Aufnahme von möglichst viel Schulstoff. Die Grundlagen für eine erfolgreiche Selbständigkeit liegen in der Neugier, im sozialen und verantwortlichen Miteinander, im Mut und im Engagement außerhalb der Schulstunde. Natürlich ist eine solide schulische Allgemein- und Fachbildung sehr wichtig, aber ohne Sport, Vereine, den bezahlten Nebenjob, das umfangreiche Schulprojekt, die Vorstandsarbeit in der Schülervertretung, den selbstorganisierten Auslandsaufenthalt wird kein junger Mensch zum Unternehmer in eigener Sache."

Die AGS in Gelsenkirchen, die rund 150 Selbständige und Unternehmer vertritt, befürchtet, dass das derzeitige G8-Modell durch den hohen Zeitdruck und die starke Verschulung die entscheidenden Kompetenzen zum Selbstmanagement und auch die Erfahrungen in der realen Lebenswelt vernachlässigt. Wolfgang Moellers: "Die Zukunft unserer Wirtschaft liegt nicht in der Großindustrie und im globalen Bankensystem, sondern im innovativen und flexiblen Klein- und Mittelstand. Er stellt 70% der Arbeitsplätze und 80% der Ausbildungsplätze. Und der erwächst aus mutigen und risikobereiten Selbstständigen. Wenn wir diese Lebenseinstellung nicht bei unseren Kindern fördern, berauben wir uns auch hier in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet einer großen Chance."