17. Januar 2017 | Pressemitteilungen

Dringlichkeitsantrag der SPD-Ratsfraktion zum Krankenhausstandort St. Josef in Horst

  • Ernst Majewski, Vors. Beirat für Senioren (BfS)

Die SPD-Ratsfraktion hat einen Dringlichkeitsantrag zum Krankenhausstandort St. Josef in Horst für die heutige Sitzung des Beirates für Senioren eingebracht. Hier der Antrag im Wortlaut:

Die SPD-Ratsfraktion beantragt auf dem Wege der Dringlichkeit,  den Tagesordnungspunkt   „Krankenhausstandort St. Josef in Horst “  in die Tagesordnung der Sitzung des Beirates für Senioren  am heutigen Tage aufzunehmen und beantragt, hierzu wie folgt zu beschließen:

Der Beirat für Senioren spricht sich für den Erhalt des Krankenhausstandortes St. Josef in Horst aus.

Begründung:

In den letzten Jahren sind rund um das St. Josef-Hospital in Horst zahlreiche Seniorenwohnungen entstanden. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war nicht zuletzt  das Angebot einer ortsnahen medizinischen Betreuung im Krankheitsfall.

Dazu gehört die Notaufnahme genauso wie die Radiologie. Auch eine aus der Erstdiagnose adäquate folgende Versorgung muss vor Ort gewährleistet bleiben.

Sollte die KKEL den Standort aufgeben, ist eine fachspezifische onkologische Versorgung im Norden der Stadt nicht mehr vorhanden. Auch dafür muss unbedingt ein Ersatz geschaffen werden. Eine gute onkologische Behandlung braucht unverzichtbar eine Strahlentherapie und eine Chirurgie zur ganzheitlichen Behandlung. Es kann nicht sein,  dass  schwer erkrankten Menschen auch noch lange Transportwege zugemutet werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Fahrten mit dem Taxi zu medizinisch verordneten Therapien nur noch selten von den Krankenkassen übernommen werden.

Im Alter sind lange Wege, für mobilitätseingeschränkte Senioren, nicht zumutbar. Auch Krankenbesuche von älteren Angehörigen werden dann eher selten möglich sein.

Wir bitten daher die Verwaltung alles Mögliche zu versuchen, die Entscheidung der KKEL zur Schließung des St. Josef-Hospitals zum Jahr 2018 rückgängig zu machen.