21. März 2019 | Pressemitteilungen

SPD Fraktionsvorstand vor Ort in der Alten Synagoge

Dr. Klaus Haertel: „Antisemitismus hat keinen Platz in Gelsenkirchen“

  • Der Fraktionsvorstand im Betsaal der Alten Synagoge mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach (mitte)

„Fraktion vor Ort“ hieß es am vergangenen Montag wieder für den Vorstand der SPD-Ratsfraktion. Zu Gast waren die Fraktionsvorstandsmitglieder diesmal an einem ganz besonderen Ort, dem Betsaal der Alten Synagoge der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen.

Mit einem von der Jugendgruppe der Jüdischen Gemeinde selbst produzierten Musikvideo, in dem die Jugendlichen über den erstarkenden Antisemitismus berichten, begrüßte Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, die anwesenden Fraktionsmitglieder. Im anschließenden Gespräch informierte Neuwald-Tasbach über antisemitische Vorfälle der jüngeren Vergangenheit, aber auch über das rauer werdende gesellschaftliche Klima, sowie eine Verschärfung antijüdischer Ressentiments. Um dieser erschreckenden Entwicklung entgegenzutreten, sei eine entschiedene und verstärkte Aufklärungsarbeit vor allem in den Schulen notwendig.

Dr. Klaus Haertel, SPD-Fraktionsvorsitzender, äußert sich entschlossen angesichts der geschilderten Entwicklung: „Die SPD-Ratsfraktion wird sich weiterhin massiv dafür einsetzen, dass jüdisches Leben in unserer Stadt frei von Ängsten und Anfeindungen stattfinden kann. Antisemitismus hat in Gelsenkirchen keinen Platz! Er macht sich aber leider wieder breit. Ob schleichend im Alltag, verbrämt als Kritik an der Politik Israels oder offen von politisch interessierter Seite. Wir müssen dem entgegentreten, bevor Antisemitismus in Deutschland wieder hoffähig wird. Judenhass ist nie harmlos und niemals „normal“.

Wir plädieren dafür, Kinder und Jugendliche in den Schulen verstärkt für dieses Thema zu sensibilisieren und gelebte Erinnerungskultur zu unterstützen. Außerdem werden wir in der Fraktion beraten, wie eine mögliche Stelle als Antisemitismusbeauftragter nicht nur als Ansprechpartner für Betroffene, sondern auch als Vermittler niederschwelliger Beratungs- und Aufklärungsangebote für Schulen, Jugendverbände sowie Moscheevereine und Kirchen dienen könnte.

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