25. November 2014 | Pressemitteilungen

Gabriele Preuß: „Verbrauch von Plastiktüten reduzieren“

„Das Parlament hat sich in den wesentlichen Punkten durchgesetzt, jetzt sind die Mitgliedsländer am Zug!“, so die SPD Europaabgeordnete.

Umweltbedrohende Einwegplastiktüten sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Vertreter des EU Parlaments und der EU Kommission haben sich auf wesentliche Punkte geeinigt, die die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle – insbesondere Plastiktüten –reduzieren.

Demnach sollen Einwegtüten in den Obstabteilungen eines Supermarktes bis 2019 schrittweise durch Tüten aus Recyclingpapier oder biologisch abbaubaren und kompostierbaren Materialien ersetzt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der Lebensmittelhandel Kunden künftig keine kostenlosen Plastiktüten mehr zur Verfügung stellen. Die Tüten aus biologisch abbaubaren Materialien sollen außerdem günstiger sein als Plastiktüten. Für andere Branchen gibt es eine Empfehlung, dies genauso handzuhaben.

Ziel dieser Neuregelung ist es, den Verbrauch von Plastiktüten in der EU bis 2017 zu halbieren und bis 2019 um 80 Prozent zu verringern.

Dünne Tüten, wie sie beim Verkauf von Käse oder Wurst verwendet werden, sollen hingegen weiterhin erlaubt sein. „Ich begrüße den Kompromiss, der den Verbrauch von Plastiktüten immens einschränken wird. Umweltpolitisch gesehen, gibt es allerdings in dem Bereich noch Verbesserungspotenzial.“, so Gabriele Preuß. „Der Verbrauch in Deutschland liegt bei 71 Plastiktüten pro Kopf im Jahr. Damit haben wir eine  - im europäischen Vergleich niedrige Quote. Es bleibt aber noch viel zu tun: Die Anzahl der Einwegtüten muss sich drastisch reduzieren. Dabei muss nicht nur der Lebensmittelhandel erfasst werden – auch der Einzelhandel muss stärker in die Pflicht genommen werden“ ist sich Gabriele Preuß sicher.

Jetzt muss noch der Rat den Regelungen zustimmen. „Einzelne EU-Länder haben es vorgemacht: Eine deutliche Reduzierung der Plastiktüten ist möglich. Es wäre unerträglich, wenn diese Einigung nun am Wiederwillen des Rates scheitern würde.“, so Gabriele Preuß.