25. September 2017 | Pressemitteilungen

Prüfaufträge der SPD-Ratsfraktion im Sozialausschuss

Vom mobilen Bürgercenter bis zum Demenz-Sinnesgarten

  • Lutz Dworzak, stellv. Fraktionsvorsitzender

Die SPD-Ratsfraktion hat in der Sitzung des Sozialausschusses Prüfaufträge für den Haus-halt 2018 gestellt. Diese werden nun von der Verwaltung kommentiert und dann in der nächsten Sitzung des Ausschusses inhaltlich diskutiert und beschlossen. Mit diesem neuen zweistufigen Verfahren soll die Arbeit im Hauptausschuss deutlich entlastet werden. In den Anträgen geht es unter anderem um ein mobiles Bürgercenter (Bürgerkoffer), das Parken für Gehbehinderte Menschen an Friedhöfen und den Sinnesgarten des „Ziegenmichel“. (Alle Anträge finden Sie in der Originalversion auf der Folgeseite)

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Lutz Dworzak zu den Anträgen: „In Gesprächen mit Initiativen und Verbänden haben wir in den letzten Monaten einige Projekte diskutiert, die im sozialen Bereich unserer Stadt zu Verbesserungen führen würden. Nicht alles, was gewünscht wird, und auch durchaus sinnvoll ist, kann die Stadt angesichts ihrer Haushaltslage verwirklichen. Daher haben wir uns auf sechs Bereiche konzentriert. Da geht es zum einen um einen Zuschuss für die Behindertenverbände zur Verbesserung der Teilhabeberatung. Besonders am Herzen liegt uns die Verwirklichung des mobilen Bürgercenters mit einem „Bürgerkoffer“. Immer mehr Menschen in unserer Stadt sind alters- oder gesundheitsbedingt nicht mehr in der Lage, die Bürgercenter persönlich aufzusuchen. Es soll daher geprüft werden, ob ein in Recklinghausen erfolgreich laufendes Projekt auch in Gelsenkirchen realisiert werden kann.“

Auch die Verbesserung der Parksituation für Gehbehinderten an den Friedhöfen strebt die SPD-Fraktion an, genauso wie die Verwirklichung des zweiten Bauabschnitts des Demenz- und Sinnesgartens an der Kinderburg im Revierpark Nienhausen. (Alle Anträge auf der Folgeseite)

Lutz Dworzak: „Wir sind nun gespannt auf der Bewertung der Anträge durch die Verwaltung, die wir dann in der Sitzung des Sozialausschusses diskutieren und entscheiden werden, ob sie zur zweiten Lesung des Haushalts im Hauptausschuss gestellt werden.“

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Zuschuss für die Einrichtung einer Beratungsstelle zur „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung EUTB“
Prüfung eines Zuschusses in Höhe von 8.000 € zur Beschaffung von Sachmitteln für eine Beratungsstelle zur „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung EUTB“ durch die AGB.

„Bürgerkoffer“- das mobile Bürgercenter
Immer mehr ältere Menschen sind bzw. werden bettlägerig oder sind in ihrer Mobilität sehr eingeschränkt und können nicht mehr uneingeschränkt ihr eigene Melde- und Bürgerverpflichtungen erfüllen.
Hier wäre ein sogenannter „Bürgerkoffer“ also ein mobiles Bürgercenter angebracht. Der Bürgerkoffer besteht aus Laptop, einem Drucker und einem Scanner und ist mit dem Bürgercenter vernetzt.  Mit dieser Ausstattung können bspw. An- und Ummeldungen, die Beantragung eines Personalausweises, Auskünfte aus dem Melderegister, Lebens- Melde- und  Aufenthaltsbescheinigungen sowie Beglaubigungen oder die Verlängerungen von Schwerbehindertenausweisen ausgestellt werden.  Hausbesuche werden mit den zuständigen Mitarbeitern vereinbart. Dieser „Bürgerkoffer“ findet schon seit geraumer Zeit in der Stadt Recklinghausen seine Anwendung und wird von Betroffenen gut angenommen.  Auch in unserer Stadt würde so eine Einrichtung den stark eingeschränkten Menschen sehr helfen.

Parken für Gehbehinderte Menschen an Friedhöfen
Übernahme des Antrages "Parksituation gehbehinderter Menschen an Friedhöfen" aus 2016, weil dieser Antrag seinerzeit im HFBP nicht beraten wurde und der Bedarf weiterhin besteht (Behindertenbeirat)

Frauen helfen Frauen
Gewaltschutz - soziale Beratung für Flüchtlingsfrauen mit Kindern im Spannungsfeld von häuslicher Gewalt und Trennung, Sachmittel zur Finanzierung einer Sozialarbeiterstelle bei Frauen helfen Frauen eV

Sinnesgarten Kinderburg
2. Bauabschnitt Demenz- und Sinnesgarten an der Kinderburg 26.500 €

Netzwerk Soziale Dienste
Schaffung eines Sozialen Hilfs- und Unterstützerdienstes  (Seniorenbeirat) Einrichtung eines Netzwerks, das einfache Dienstleistungen für (ältere/behinderte) Menschen anbietet, die ansonsten in ihren Wohnungen allein zurechtkommen.
Erweiterung der Idee der Quartierskümmerer.
Dienstleistungen: Mülleimer an die Straße stellen, Gehwege fegen, Einkäufe hochtragen, Botengänge etc.Anbieter: Netzwerk von GD und sozialen Diensten + x

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