08. Juli 2014 | Pressemitteilungen

Heike Gebhard MdL: „Novellierung des Bestattungsgesetzes sorgt für Anpassung an unsere vielfältige Gesellschaft“

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am vergangenen Mittwoch mit den Stimmen von SPD und Grünen, gegen die Stimmen der CDU die Novellierung des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz) beschlossen. „Damit bekommt NRW ein modernes und der heutigen Gesellschaft angepasstes Gesetz“, erklärt die Gelsenkirchener Landtagsabgeordnete Heike Gebhard MdL.

„Mit der Novellierung des Bestattungsgesetzes haben nun auch nicht-christliche Religionsgemeinschaften die Möglichkeit, eigene Friedhöfe zu betreiben. So bekommen jetzt unter anderem auch die rund 1,3 Millionen muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit, sich auf eigenen Friedhöfen nach ihren Glaubensgrundsätzen und in Wohnortnähe bestatten zu lassen. Dies war in unserer vielfältigen Gesellschaft längst überfällig“, so Heike Gebhard weiter.

In dem neuen Gesetz wird darüber hinaus ein Aufstellungsverbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit festgeschrieben: Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge werden von rund 115 Millionen Kindern Arbeiten mit schädlichen Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Sicherheit verrichtet. Viele von ihnen sind auch an der Herstellung von Grabsteinen beteiligt. Vor diesem Hintergrund dürfen, nach einer Übergangfrist für bereits eingeführte Steine, nur Grabmäler und Grabeinfassungen aufgestellt werden, bei deren Herstellung nicht gegen das Übereinkommen Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation von 1999 verstoßen wurde.