22. Januar 2018 | Pressemitteilungen

Integration langzeitarbeitsloser Menschen

Axel Barton: „Modellprojekt guter Ansatz, aber kein sozialer Arbeitsmarkt“

  • Axel Barton, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

Das Gelsenkirchener „Modellprojekt zur Integration Langzeitarbeitsloser“ wird vom Land NRW bis Ende 2019 mit 5,3 Mio. Euro gefördert. Die Stadt Gelsenkirchen stellt weitere 1,3 Mio. Euro zur Verfügung. Axel Barton, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, begrüßt das Modellprojekt. Die Forderung, einen dauerhaft geförderten sozialen Arbeitsmarkt zu etablieren, wird mit diesem Modellprojekt jedoch nicht in die Tat umgesetzt.

Axel Barton: „Die Strategie Fachkräfte von „einfachen“ Arbeiten in den Unternehmen zu entlasten und diese Tätigkeiten von geeigneten langzeitarbeitslosen Menschen übernehmen zu lassen, kann sicherlich dazu beitragen, einen Teil der Langzeitarbeitslosen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Die Stadt geht von etwa 200 langzeitarbeitslosen Menschen aus, die im Anschluss an das Projekt in den Betrieben “kleben” bleiben werden. Warum nicht mehr Menschen aus diesem Personenkreis für dieses Projekt in Frage kommen, erklärt Axel Barton mit den speziellen Gegebenheiten in Gelsenkirchen: „Wir haben in unserer Stadt einen sehr hohen Anteil an langzeitarbeitslosen Menschen, die aus vielfältigen Gründen kaum noch eine Chance haben auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Unser Ziel ist es aber, auch genau diesen Menschen wieder eine sinnstiftende, sozialversicherungspflichte Beschäftigung zu bieten. Dieses Ziel haben wir vor fünf Jahren im Gelsenkirchener Appell festgehalten und es wird auch in einer aktualisierten Version von allen Beteiligten noch einmal bekräftigt: Bund und Land müssen dauerhaft Mittel für einen echten sozialen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Mit diesen Mitteln ist die Schaffung von mindestens 1.000 zusätzlichen, dauerhaften und sozial ausgerichteten Arbeitsplätzen verbunden."