22. September 2017 | Pressemitteilungen

SPD-Fraktion lässt Kauf des Uniper-Geländes in Heßler prüfen

Außerdem im Focus: Aufbau von Meldeketten für soziale Hilfsdienste im Quartier

  • Dr. Klaus Haertel

Im Stadtentwicklungs- und planungsausschuss ging am Mittwoch die Beratung des Haushaltes 2018 in die erste Runde. Wie verabredet, wurden der Verwaltung zunächst Ideen und Anregungen zur Prüfung mitgegeben. Für die SPD-Fraktion standen dabei die Zukunft des Uniper-Geländes in Heßler und dieVerbesserung des Angebotes sozialer Hilfen in den Stadtquartieren im Mittelpunkt.

Dabei soll die Verwaltung zunächst prüfen, ob die Stadt nicht gemeinsam mit anderen das Gelände in einem Schritt erwerben kann.

„Uniper will das ehemals für ein Kohlekraftwerk vorgesehene Gelände verkaufen, offenbar nur an einen Erwerber. Es gehört zum regionalen Grünzug C und ist Bestandteil der Bewerbung zur internationalen Gartenausstellung IGA 2027,“ erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Haertel, der zugleich auch Vorsitzender des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses ist.

„Außerdem ist auch ein wichtiger Teil des Ziegenmichel-Geländes betroffen. Alle drei Aspekte würden bei einem Verkauf an Dritte negativ beeinflusst. Nach unserer Kenntnis sind aber sowohl der Ziegenmichel als auch die Emschergenossenschaft daran interessiert, Teilflächen zu erwerben, so dass auch Einnahmen erzeilt werden könnten. Deshalb wollen wir prüfen lassen, ob die Stadt nicht das Gelände kaufen und damit eine Entwicklung im Interesse der Stadt sichern kann.“

Die jüngst im Ausschuss diskutierte Ansiedlung einer industriellen Erdbeerproduktion auf dem Gelände sieht die SPD-Fraktion hingegen weiterhin kritisch.

Ein zweiter Prüfauftrag der SPD-Ratsfraktion widmet sich einem neuen Präventionsangebot, mit dem der Informationsfluss zwischen karitativen und ambulanten Dienstleistern, etwa Ver- und Entsorgern, verbessert werden kann.

„Viele Menschen in unserer Stadt brauchen zunehmend Hilfe wenn sie älter werden oder etwa mit Handicaps leben müssen. Gleichzeitig sind diese Menschen potenziell zunehmend von Vereinsamung betroffen,“ so Dr. Klaus Haertel.

„Im Moment laufen Informationen darüber oft nur zufällig etwa bei den Seniorennetzwerken ein. Wir wollen prüfen, ob man das nicht besser vernetzen und eine Meldekette von den karitativen und ambulanten Diensten zu den Quartiersmanagern und den Ver- und Entsorgern aufbauen kann, um zielgerichtet und umfassend Hilfe anbieten zu können. Hier wollen wir zunächst die Kosten für einen zweijährigen Probebetrieb in zwei Quartieren ermitteln, um Erfahrungen zu sammeln.“