27. Januar 2017 | Pressemitteilungen

Lutz Dworzak: „Ein Modell, das es in Deutschland noch nicht gab“

Gelsenkirchen bekommt einen sozialen Arbeitsmarkt

  • Lutz Dworzak

In der Sitzung des Sozialausschusses (25.01.) informierte Stadtrat Luidger Wolterhoff auf Antrag der SPD-Fraktion über die neuen Pläne der Landesregierung für einen sozialen Arbeitsmarkt. Ziel ist eine dauerhafte Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen. In ausgewählten Modellregionen sollen nachhaltige Modelle zur Umsetzung entwickelt und erprobt werden. Hierfür stellt das Land in 2017 13 Mio. Euro und 2018 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Lutz Dworzak, Vorsitzender des Sozialausschusses: „Wir freuen uns, dass die Stadt, vertreten durch Luidger Wolterhoff, unmittelbar nach dem Beschluss der Landesregierung aktiv geworden ist und den Kontakt zum zuständigen Ministerium in Düsseldorf hergestellt hat. Ich bin auch sicher, dass Gelsenkirchen alle Kriterien erfüllt, um Modellregion für den sozialen Arbeitsmarkt zu werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die Vorgaben des Landtages für das Modell schon sehr nahe an die Forderungen des Gelsenkirchener Appells heranreichen. Es wird zum ersten Mal nicht nur die Beschäftigung, sondern auch Investitionen in Arbeitsplätze förderfähig. Damit kann etwas entstehen, das es so in Deutschland bisher noch nicht gab.“

Axel Barton, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, begrüßt auch das von Luidger Wolterhoff vorgesehen weitere Vorgehen: „Es ist richtig und wichtig, möglichst bald alle am Arbeitsmarkt agierenden an einem Tisch zu bringen und gemeinsam zu überlegen, wie Langzeitarbeitslosen in unserer Stadt eine nachhaltige Perspektive, jenseits der bisherigen kurzen Maßnahmen, eröffnet werden kann. Die Interessen bei Trägern von Arbeitsmarktprojekten, privaten Arbeitgebern, der Arbeitsverwaltung, den Unterzeichnern des Gelsenkirchener Appells und den Betroffenen selber sind ja nicht immer hundertprozentig deckungsgleich. Deshalb ist ein möglichst breiter Konsens wichtig. Die Qualität der Arbeitsplätze und der Betreuung der Arbeitslosen sollte auch Vorrang davor haben, mit einer möglichst großen Zahl von Arbeitslosen in das Projekt zu starten. Die SPD-Fraktion wird das ihr mögliche tun, um die Verwirklichung eines sozialen Arbeitsmarktes, der diesen Namen auch verdient, in Gelsenkirchen voranzubringen.“