10. Februar 2020 | Pressemitteilungen

Margret Schneegans: „Wir haben zwei wertvolle Jahre verloren.“

  • Margret Schneegans

Margret Schneegans, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion begrüßt die überfällige Änderung der Förderkriterien für den sozialen Wohnungsbau als Schritt in die richtige Richtung. „Allerdings haben wir zwei wertvolle Jahre verloren.“

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatte die Landesregierung die Förderstufen beim sozialen Wohnungsbau neu geordnet. Weil es in Gelsenkirchen viele leer stehende Wohnungen gibt, stufte das zuständige Landesministerium die Stadt so ein, dass ein Neubau nicht wirtschaftlich realisierbar ist.

Übe die Folgen dieser Entscheidung wie auch über die aktuelle Änderung der Förderkulisse informierte in der heutigen Fraktionssitzung der SPD-Ratsfraktion der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGW, Harald Förster.

„Die Folge war“, so Margret Schneegans, „ dass sich sozialer Wohnungsbau in Gelsenkirchen kaum noch lohnte. Wer hier investieren wollte, tat dies in Nachbarstädten mit einer anderen Förderstufe. Dieses Geld fehlte uns in Gelsenkirchen. Es kam zu der paradoxen Situation, dass eng zusammenliegende Gebiete mit ähnlicher Struktur wie etwa der Essener Norden und Gelsenkirchen völlig unterschiedlich gefördert wurden, obwohl das eigentlich inhaltlich unsinnig ist. Und beim Abbau des Überhangs an Wohnungen in Schrottimmobilien leistete uns die Landesregierung mit ihrem undurchdachten Vorgehen einen echten Bärendienst. Dass die Landesregierung jetzt nicht einfach die Einstufungen wieder korrigiert, sondern die Förderrichtlinien so ändert, dass sich praktisch die gleiche Wirkung ergibt, ist vermutlich nur der besseren Optik in der Selbstdarstellung geschuldet, aber solange der Effekt derselbe ist, kann uns das gleich sen.“

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