11. April 2014 | Pressemitteilungen

Persönliche Stellungnahme von Dr. Klaus Haertel

Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Gelsenkirchen

Was soll man vom Oberbürgermeister-Kandidaten der CDU, Werner Wöll, halten? Als Fraktionsvorsitzender der CDU sitzt er locker im Dezember letzten Jahres mit im Ältestenrat der Stadt, als die Verwaltung den Entwurf des Sitzungsplanes 2014 mit den Terminen für Rat und Hauptausschuss nach der Kommunalwahl am 25. Mai vorstellt und auch ausdrücklich auf den Termin einer möglichen Stichwahl hinweist.

Im Ältestenrat gab es keine Bedenken, auch nicht von dem OB-Kandidaten der CDU!In der Folgewoche konnten alle Fraktionen über den Entwurf diskutieren und Bedenken beim Wahlamt äußern. Offensichtlich gab es auch bei der CDU keine Bedenken, denn der Rat hat die entsprechende Mitteilungsvorlage der Stadt mit dem vorläufigen Sitzungsplan ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen.

Sollte ein aufrichtiger Oberbürgermeister-Kandidat nicht seinem Parteivorsitzenden sagen: "Die Termine waren mit mir abgestimmt, halte Dich zurück"? Ich meine ja! Oder ist Werner Wöll nur eine Marionette des Bundestagsabgeordneten Wittke? Dann müsste man im Falle einer Wahl von Herrn Wöll ja schlimmes für seine Amtszeit befürchten! Auf Pfiff aus Berlin erhielte dann womöglich nach Monaten die Verwaltung die Order, Kommando zurück! Bleibt nur zu hoffen, dass uns dieser CDU-Kandidat erspart bleibt und die Menschen in Gelsenkirchen wieder Frank Baranowski wählen!