17. Mai 2018 | Pressemitteilungen

Rat der Stadt solidarisiert sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ZF-TRW

Dr. Klaus Haertel: "ZF Friedrichshafen muss von Schließungsplänen Abstand nehmen!"

  • Dr. Klaus Haertel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat am heutigen Donnerstag, 17. Mai, einstimmig eine Resolution verabschiedet, in der sich die Mitglieder des Rates mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ZF-TRW in Schalke solidarisieren und die Gremien der ZF Friedrichshafen AG auffordern, von den Planungen zur Schließung des Standortes Gelsenkirchen Abstand zu nehmen. Dr. Klaus Haertel, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion, richtete ebenfalls einen dringenden Appell gegen die Schließungspläne an die gemeinnützige Zeppelin-Stiftung, Hauptaktionär der ZF-AG, mit einem Hinweis auf Artikel 14 (2) des Grundgesetzes: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Werden Sie Ihrer sozialen Verantwortung auch für die Beschäftigten in Gelsenkirchen gerecht."

Resolution ZF-Friedrichshafen AG / TRW

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat mit Erstaunen und Empörung erfahren, dass der ZF-Konzern plant, den Produktionsstandort Gelsenkirchen-Schalke zu schließen. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen solidarisiert sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der IG Metall sowie dem Betriebsrat des Automobilzulieferers ZF-TRW.

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen nimmt nicht hin, dass wie schon bei Vaillant, Wellpappe und anderen Betrieben angeblich rückläufige Absatzzahlen und unrentable Produktionsverfahren an diesem Standort als Begründung dienen sollen.

Der Rat der Stadt nimmt ebenso nicht unwidersprochen und widerstandslos hin, dass der Standort an der Freiligrathstraße mit über 500 Beschäftigten - davon 350 in der Produktion - und ihre Familien ins Bergfreie stürzen, obwohl die Auftragslage in dem international aufgestellten Konzern gut ist und keine offenkundigen Anzeichen für eine mangelnde Auslastung bestehen. Das Angebot an die Beschäftigten, zu einem anderen Standort zu wechseln, ignoriert die Verwurzelung der betroffenen Familien mit Kindern, Angehörigen und Wohneigentum in der Stadt und offenbart die fehlende Verantwortung des ZF-Konzerns für den Standort Gelsenkirchen.

Der ZF-Standort Schalke ist hochmodern, gut strukturiert und liefert modernste Lenkungssysteme an verschiedene Automobilhersteller. Neben diesen Lenkungen ist das Werk aber auch in der Lage, weitere Produkte herzustellen, die sich bereits jetzt im Produktionsspektrum der ZF-Friedrichshafen AG finden.

Seit vielen Jahren schreibt das Werk zudem tiefschwarze Zahlen und finanziert auf diese Weise auch die zukunftsorientierte Forschung und Entwicklung des ZF-Konzerns mit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in der Vergangenheit ihr hohes Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Standortes immer wieder unter Beweis gestellt und erwarten nun, dass Aufträge für die Herstellung von Zukunftsprodukten auch im Schalker Werk platziert werden. Sowohl das Umfeld des Werkes als auch die hervorragende Qualifikation und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten die Chance, solche innovativen Produkte am Standort zu fertigen. 

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen fordert daher die Gremien der ZF Friedrichshafen AG auf, von den Planungen zur Schließung des Standortes Gelsenkirchen Abstand zu nehmen.

Ebenso appelliert der Rat der Stadt Gelsenkirchen an den Oberbürgermeister und den Rat der Stadt Friedrichshafen als Vertreter des Stiftungsträgers der ZeppelinStiftung, seiner sozialen Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZF-Standortes Schalke gerecht zu werden.

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