16. Juni 2016 | Pressemitteilungen

Silke Ossowski: "Gelsenkirchen auf richtigem Weg gegen Salafismus"

  • Silke Ossowski, jugendpoltische Sprecherin der SPD-Fraktion

Silke Ossowski, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion begrüßt den Weg, den die Stadt Gelsenkirchen bei Kampf gegen den Salafismus bei jungen Menschen einschlagen will. „Dass sich zwanzig beteiligte Organisationen am Tisch von Oberbürgermeister Frank Baranowski eingefunden haben, zeigt, wie ernst die Radikalisierung von Jugendlichen in unserer Stadt genommen wird. Die große Zahl der mit dem Thema befassten macht aber auch deutlich, wie groß die Notwendigkeit der besseren Information und Koordination untereinander ist.

Im Ausschuss für Kinder- Jugend und Familie (KJF) wurde deutlich, dass die unterschiedlichen Informationsstränge nicht durchgängig waren und einzelne handelnde Akteure von der aktuellen Sachlage aufgrund von fehlenden Informationen ausgeschlossen waren. Neben der vereinbarten Ausweitung der präventiven Maßnahmen ist es meiner Meinung daher richtig, ein enges Netzwerk zu knüpfen bei dem unser Jugendamt die Fänden in der Hand hält. Hier sind die Experten der Kinder- und Jugendhilfe, sie wissen um den besonderen Schutz der Persönlichkeitsrechte von Kindern und Jugendlichen, haben aber die Erfahrung, auch das berechtigte Interesse der Allgemeinheit auf Schutz zu werten, und damit allen Sachlagen gerecht zu werden. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, dass salafistische Vorkommnisse und Erkenntnisse über die Gefährdung von Jugendlichen allen Beteiligten zeitnah vorliegen und ein unmittelbares und abgestimmtes Handeln möglich ist.
Um Jugendliche aufzufangen, die für sich keine Perspektive entwickeln, ist zum einen sozialpädagogische Betreuung notwendig, aber auch zum anderen die Etablierung eines Frühwarnsystems, bei dem bestimmte Parameter eine konkrete Handlungskette auslösen, ähnlich wie der Vorgehensweise bei Intensivtätern,“ so Silke Ossowski abschließend.“