15. Februar 2017 | Pressemitteilungen

SPD-Landtagskandidat Sebastian Watermeier: „Maritim-Hotels setzen nach langem Zögern richtiges Zeichen“

Die Maritim-Hotelgesellschaft, die in der Vergangenheit wegen der Vermietung von Tagungsräumen an die rechtspopulistische AfD in Kritik geraten war, hat auf die Kontroverse um den AfD-Spitzenfunktionär Björn Höcke reagiert und neben dem zunächst verhängten Hausverbot gegen Höcke selbst auch ein Ende der Raumvermietung und des Caterings für AfD-Veranstaltungen angekündigt.

Der Gelsenkirchener SPD-Landtagskandidat Sebastian Watermeier lobt die Entscheidung der Hotelkette: „Die Maritim-Hotels setzen nach langem Zögern nun das richtige Zeichen. Für Hotels wie die Maritim-Häuser, die in vielen Städten zu den ‚ersten Häusern am Platze‘ zählen und sich auch so verstehen, war die offenbar bundesweit gepflegte Geschäftsbeziehung zur AfD kein Ruhmesblatt.“ Auch in Gelsenkirchen war es anlässlich einer AfD-Propagandaveranstaltung im örtlichen Maritim zu Protesten der Zivilgesellschaft im Stadtgarten gekommen. „Für viele Demokratinnen und Demokraten - so auch für mich persönlich - war die Gastfreundschaft der Maritim-Kette gegenüber der AfD ein Anlass zum Boykott im privaten und offiziellen Rahmen. Nun kann man das Maritim auch in Gelsenkirchen wohl wieder als gute Adresse empfehlen.“

„Die sich freimütig nicht nur am Vokabular des Nationalsozialismus, sondern auch an seinen Denkmustern bedienende Agitation der AfD darf in Hotels, die für Weltoffenheit und Gastfreundschaft stehen, keinen Platz haben“, findet Watermeier. Das habe die Maritim-Kette nun endlich deutlich gemacht und dabei auch erkannt, dass sich Fremdenfeindlichkeit und Geschichtsrevisionismus in der AfD nicht auf die Personalie Höcke beschränkten. „Ich hoffe, dass diese Erkenntnis von Dauer ist und nicht im Zweifel nach einiger Zeit wieder Geschäftsinteressen vor demokratischen Anstand rücken. Ansonsten müssten demokratisch gesinnte Menschen wieder Abstand von den Maritim-Hotels nehmen“, so Watermeier abschließend.