25. Januar 2019 | Pressemitteilungen

Sportstättensanierung: Landesregierung lässt Gelsenkirchen im Regen stehen

SPD-Ratsfraktion strebt parteiübergreifenden Zusammenarbeit an

  • Lukas Günther, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

Verärgert reagieren die Gelsenkirchener Sozialdemokraten auf die durch die schwarz-gelbe Landesregierung festgelegten Rahmenbedingungen des Sanierungsprogramms für Sportstätten, die inzwischen tröpfchenweise an die Öffentlichkeit gelangten. 300 Millionen Euro hat die Landesregierung in die Landeshaushalte bis 2022 eingestellt, um eine Sanierungsoffensive an den Sportstätten aufzulegen. Nun wird deutlich: Der Investitionsstau an den Gelsenkirchener Sportanlagen bleibt bestehen. Die finanzielle Unterstützung für die städtischen Sportstätten bleibt aus, während große Vereine im ländlichen Raum als Nutznießer durch die aufgestellten Förderbedingungen herausgehen könnten.

„Ministerpräsident Laschet (CDU) hatte schon in der 2. Lesung des Landeshaushalts 2018 großtönig eine Sanierungsoffensive für die Sportstätten angekündigt. Ein Vorhaben, welches im Interesse der Gelsenkirchener Vereine auch bei uns Sozialdemokraten auf Unterstützung gestoßen ist. Nun zeigt sich aber einmal mehr: Mit den geplanten Förderrichtlinien will die Landesregierung Gelsenkirchen weitestgehend im Regen stehen lassen“, so kommentiert Lukas Günther, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, die Details, die inzwischen aus Düsseldorf nach Gelsenkirchen durchsickerten. Knapp 3,6 Millionen Euro würden auf Grundlage der Zuweisungen, die sich an den Berechnungen der Sportpauschale orientieren, aus dem Gesamttopf Gelsenkirchen zugutekommen. Geld, welches jedoch nicht für die Sanierung städtischer Sportanlagen abgerufen werden kann.

„Der Landesregierung ist bewusst, dass vor allem große Vereine im ländlichen Raum über eigene Anlagen und den notwendigen Eigenanteil verfügen, um auf das Programm zurückgreifen zu können. Die allermeisten Vereine in Gelsenkirchen, wie im gesamten Ruhrgebiet, nutzen städtische Sportstätten. Diese sind nach den Plänen der Landesregierung von der Förderung ausgenommen. Somit ist es mehr als fraglich, ob durch die Förderbedingungen die 3,6 Millionen überhaupt aus Gelsenkirchen abgerufen werden können.“

Im Interesse der Gelsenkirchener Sportvereine hat sich die SPD-Ratsfraktion mit einem Schreiben an die Sportpolitiker der CDU und FDP-Fraktion gewandt, mit der Bitte parteiintern bei den Vertretern in den Düsseldorfer Ministerien auf die besondere Situation des Ruhrgebiets und vor allem Gelsenkirchens aufmerksam zu machen. Günther hat zudem den Fraktionen von CDU und Grünen sowie der FDP-Vertreterin im Ausschuss für Sportentwicklung und Prävention das Angebot der parteiübergreifenden Zusammenarbeit gemacht, um bei den höheren politischen Ebenen finanzielle Mittel zur Lösung des Investitionsstaus an den Gelsenkirchener Sportanlagen einzufordern.

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.  Mehr Informationen
einverstanden