21. März 2015 | Pressemitteilungen

Ünalgan: "Chancenungleichheit ist unerträglich"

"Wir wollen auch in Zukunft kein Kind zurücklassen!"

Anlässlich der Ergebnisse des Index zu gesellschaftlichen Teilhabechancen von Gelsenkirchener Kindern und der damit verbundenen Sozialraumanalyse erklärt der Vorsitzende der SPD Gelsenkirchen-Altstadt, Taner Ünalgan:

„Vor wenigen Wochen hat sich die SPD Gelsenkirchen-Altstadt im Rahmen eines Themenabends mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in der Gelsenkirchener Altstadt beschäftigt. Es ist keine Neuigkeit, dass Unterschiede bezüglich der gesellschaftlichen Chancen für Kinder zwischen den Gelsenkirchener Stadtteilen bestehen. Dennoch ist die detaillierte Sozialraumanalyse und das integrierte Monitoring unter Berücksichtigung vielfältiger Indikatoren ein innovatives und in der Praxis überaus nützliches Instrument, um Probleme im Detail frühzeitig zu erkennen und ihnen wirksam entgegenzutreten.

Die SPD hat dafür gesorgt, dass Bildungschancen, Prävention und gesellschaftliche Teilhabe seit vielen Jahren oberste Priorität in unserer Stadt besitzen. Die Ergebnisse des Index belegen eindrücklich: Die Politik der Gelsenkirchener Sozialdemokratie und des Oberbürgermeisters Frank Baranowski ist richtig, denn für uns als SPD ist klar: Wir wollen auch in Zukunft kein Kind zurücklassen!

Wir nehmen das vorhandene Nord-Süd-Sozialgefälle nicht als unveränderbar hin. Hier zeigt sich wieder, wie sehr gesellschaftliche Chancen von Kindern und Jugendlichen vom Kontostand der Eltern abhängen. Das ist eine unerträgliche Situation.

Zur Wahrheit gehört unbedingt: Der Kampf gegen Armut und insbesondere gegen Kinder- und Jugendarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die nicht auf kommunaler Ebene alleine zu lösen ist.

Alle ökonomischen Untersuchungen der vergangenen Monate stellen fest: Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst und nimmt gefährliche Ausmaße an. Deshalb fordern wir die deutsche Bundesregierung mit Nachdruck auf, Spitzenverdiener und Vermögende stärker zu besteuern und die dadurch generierten Mehreinnahmen der Verbesserung von Bildungschancen zuzuleiten. Das ist die richtige Antwort auf eine der zentralen ökonomischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit.

Ich erwarte vom CDU-Bundestagsabgeordneten Oliver Wittke im Sinne der benachteiligten Gelsenkirchener Kinder, dass er sich in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dafür einsetzt, ihre Blockade bei diesem Thema endlich aufzugeben und die Realität anzuerkennen. Wer, wie die CDU/CSU und Wittke bisher, höhere Steuern für Spitzenverdiener und Vermögende aus ideologischer Verblendung kategorisch ablehnt und stattdessen nur schwarze Nullen feiert, die den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt nicht weiterhelfen, den mache ich für diese Situation mit verantwortlich.

Wenn Herr Wittke nur im Deutschen Bundestag sitzt, um die schwarze Null zu sehen, dann ist er dort falsch. Es würde völlig ausreichen, in den eigenen Spiegel zu sehen."