07. November 2018 | Pressemitteilungen

Ünalgan: „Urbane Gebiete nach erfolgter Prüfung kein Allheilmittel. Dennoch nicht lockerlassen.“

  • Taner Ünalgan, Stadtverordneter für Schalke-Süd/Altstadt-Nord

Ende Juli warf Stadtbaurat Martin Harter im WAZ-Interview (20.07.2018) die Frage auf, ob eine baurechtliche Kennzeichnung als „urbanes Gebiet“ für den Bereich Buer Sinn macht und kündigte an, dass die Verwaltung dies prüfen wolle. Dieses Anliegen traf bei der SPD-Ratsfraktion Gelsenkirchen mit dem Ziel der Unterstützung des lokalen Nachtlebens auf große Zustimmung. Nun liegen die Prüfungsergebnisse als Antwort auf eine Anfrage der SPD-Ratsfraktion Gelsenkirchen (Drs.-Nr.: 14-20/6285) vor.

Hierzu erklärt Taner Ünalgan, Stadtverordneter im Rat der Stadt Gelsenkirchen und Mitglied des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses:

„Wir haben auf meine Anregung hin die Anfrage gestellt, die Prüfung auch auf die Gelsenkirchener City auszuweiten. Die Antwort auf diese Anfrage der SPD mit den Ergebnissen für Buer, City und Bochumer Straße liegt nun vor. Als erstes Fazit lässt sich feststellen, dass urbane Gebiete leider eher kein Allheilmittel für die vorliegende Herausforderung darstellen, da insbesondere bei den Lärmimmissionsrichtlinien offenbar keine Verbesserung für den Zeitraum ab 22:00 Uhr durch die Einrichtung urbaner Gebiete zu erwarten wäre. Für die Gelsenkirchener City werde ich die Verwaltung anhand einer Liste mit konkreten mir bekannten Standorten, an denen es Konflikte zwischen Gastronomen und Anwohnern gibt, um eine Einzelfallprüfung bitten, da diese noch nicht vorgenommen wurde.

Die von der SPD mitgetragene Prüfung, für deren zügige Umsetzung der Verwaltung unser Dank gilt, war dennoch ein richtiger Schritt, weil sie das Problembewusstsein geschärft hat. Jetzt kommt es darauf an, sich damit nicht zufriedenzugeben, dass das Instrument des urbanen Gebietes für unsere Bereiche nicht sehr weiterhilft. Es ist wichtig, dass das Angebot des Nachtlebens in unserer Stadt erweitert wird. Wir wollen eine lebendige Stadt und da, wo das Leben stattfindet, kann es auch mal lauter sein. Dafür plane ich nun in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses unter der Kenntnisnahme dieser Prüfungsergebnisse eine Folgeanfrage an die Verwaltung, in der es um die Frage gehen soll, welche stadtplanerischen, baurechtlichen oder sonstigen Möglichkeiten gesehen werden, um Konflikte zu entschärfen und das Nachtleben zu fördern.“

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen.  Mehr Informationen
einverstanden