09. Februar 2016 | Pressemitteilungen

Ulrich Jacob: „Zugang zur Weiterbildung muss für Flüchtlinge unbürokratisch bleiben“

  • Ulrich Jacob

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Ulrich Jacob fordert, dass der Zugang für Flüchtlinge zum Weiterbildungskolleg weiterhin so unbürokratisch wie möglich bleibt. Hintergrund ist eine Weisung des Landesministeriums für Schule und Weiterbildung, nach der Flüchtlinge jetzt zwingend schriftliche Nachweise als Zugangsvoraussetzungen vorlegen müssen.

„Bisher war es ausreichend, wenn die Flüchtlinge glaubhaft erklärten, dass sie vor der Bewerbung am Weiterbildungskolleg bzw. Abendgymnasium entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder zwei Jahre lang berufstätig waren“, so Ulrich Jacob.

„Nach der neuen Weisung aus dem Ministerium soll das nun nicht mehr so einfach gelten. Stattdessen wird ein schriftlicher Nachweis verlangt. Den aber können viele Flüchtlinge nicht erbringen, etwa weil sie oft überstürzt fliehen mussten oder weil die Papiere kriegsbedingt vernichtet wurden. Auch ein Nachsenden der Papiere ist für Menschen, die in ihrer Heimat von Verhaftung und Tod bedroht sind, oft unmöglich.“

Ulrich Jacob weiter: „Bildung ist unstrittig ein wesentlicher Faktor für eine Integration von Menschen in unsere Gesellschaft. Deshalb dürfen wir den Zugang zu Bildungsabschlüssen nicht künstlich erschweren. Er muss so unbürokratisch bleiben, wie er bisher war und beispielsweise an der Abendrealschule bis heute ist. Deshalb haben wir als SPD-Ratsfraktion eine Resolution in die nächste Sitzung des zuständigen Bildungsausschusses eingebracht, mit der wir das Ministerium auffordern, die Zulassungspraxis so zu belassen, wie sie bis Dezember letzten Jahres war.“

Den Text der Resolution können Sie hier herunterladen.

/files/antrag_afb_wbk_fluechtlinge_resolution.pdf