09. März 2016 | Pressemitteilungen

SPD-Fraktionsvorstand diskutiert Wohnungsverkäufe in Hassel

  • Dr. Klaus Haertel

  • Reinhard Ostermann

  • Oswin Dillmann

Der SPD- Fraktionsvorstand hat sich in seiner Sitzung am vergangenen Montag ausführlich mit den Wohnungsverkäufen in Hassel befasst. Dort hatte das Wohnungsunternehmen Vonovia (ehemals Deutsche Annington und Viterra) einen Großteil seines Wohnungsbestandes an die Rhein-Ruhr-Invest verkauft. Der neue Eigentümer wiederum sorgte mit zweifelhaften Forderungen und offensiv vorgetragenen Verkaufsangeboten an die Mieter für sehr viel Unruhe unter den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils.

Nachdem bereits Ende Februar der SPD-Stadtverordnete Reinhard Ostermann das Thema in einer Bürgerversammlung aufgegriffen hatte, konnte er auch jetzt zumindest fürs Erste Entwarnung geben.

„ Es hat von mir  erste Kontakte mit dem neuen Eigentümer gegeben. Die Mahnschreiben, die einige Mieter erhalten hatten, sind erst einmal vom Tisch und es sind weitere Kontakte vereinbart worden,“ sagte Reinhard Ostermann in der Sitzung. „Damit sind war die akuten Irritationen weitgehend beseitigt. Das heißt aber leider nicht, dass wir längerfristige Sicherheit erreicht haben.“

Ostermanns Kollege Oswin Dillmann, der den Hasseler Norden im Rat der Stadt vertritt, sieht auch viele Fragen offen.

„Zwar ist der erste Druck jetzt weg, aber mir ist berichtet worden, dass der neue Eigentümer sehr energisch den Einzelverkauf der Häuser betreibt. So wie es aussieht, sollen die jetzigen Mieter mit einer Mischung aus Anreizen und Druck dazu gebracht werden, entweder auf ihr Vorkaufsrecht zu verzichten, oder aber selbst zu kaufen. Ich kann auf keinen Fall akzeptieren, dass in der Manier von Drückerkolonnen hier so mit zum Teil älteren Menschen umgegangen wird. Hier stehe ich ganz an der Seite der Mieterinnen und Mieter und das werde ich dem neuen Eigentümer auch deutlich machen,“ so Oswin Dillmann.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Haertel teilt Bedenken und Kritik der beiden Hasseler Stadtverordneten.  „Das Vorgehen von Rhein-Ruhr-Invest ist eindeutig nicht in Ordnung. Wir haben vor Jahren für Hassel eine Sozialcharta mit Mindestanforderungen an die Absicherung der Mieter festgelegt und ich gehe davon aus, dass diese auch nach dem Verkauf gilt,“ so Dr. Haertel.

„Es hat sich in der Vergangenheit bei ähnlich gelagerten Fällen, etwa Flöz Dickebank oder der Zoo-Siedlung, gezeigt, dass wir trotz Verkauf einiges an Sicherheit für die Menschen erreichen können, wenn wir den Unternehmen genau auf die Finger schauen. Das werden wir hier in Hassel jetzt auch tun.“

Der nächste Schritt  dazu soll in einer weiteren Bürgerversammlung erfolgen, die Anfang April stattfinden soll. „Den genauen Ort und das Datum werden wir natürlich noch bekannt geben.“ so Reinhard Ostermann abschließend.