23. Mai 2018 | Pressemitteilungen

ZDF-Studie „Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland-Studie"

Axel Barton (SPD): „Gelsenkirchen ist eine liebenswerte Stadt mit tollen Menschen, aber auch mit großen Herausforderungen“

  • Axel Barton, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

  • Manfred Leichtweis, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

In der am Dienstagabend ausgestrahlten Dokumentation des ZDF „Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland-Studie“, hat Gelsenkirchen schlecht beim Thema Lebensqualität abgeschlossen. Für die stellvertretenden SPD Fraktionsvorsitzenden, Axel Barton und Manfred Leichtweis, spiegeln die Ergebnisse der Studie nur bedingt die Lebensrealität vieler Menschen in Gelsenkirchen wider.

„Im täglichen Leben der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener zeigt sich vor allem eines: Die weitaus meisten Menschen leben gerne hier. Sie ziehen eben nicht nach München oder ins Münsterland, sondern lieben ihre Stadt und begegnen Problemen mit Tatkraft, aber vor allem mit Zusammenhalt. Die vielen Vereine und ehrenamtlichen Organisationen sind ein Beispiel dafür, dass Nachbarschaftssinn und Solidarität in Gelsenkirchen groß geschrieben wird,“ kommentiert Axel Barton die Studie.

„Die Folgen des Strukturwandels sind in Gelsenkirchen immer noch kräftig zu spüren“, betont Manfred Leichtweis. Diesem effektiv zu begegnen sei aber kein Sprint, sondern ein Marathonlauf und wer jetzt noch über die Richtung nachdenken müsse, der habe schlicht den Start verpennt. Dass Gelsenkirchen schon erheblich weiter ist, als es die ZDF-Studie zeigt, unterstreicht Leichtweis am Beispiel der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: „Hier haben wir heute in Gelsenkirchen den höchsten Stand seit dem Jahr 2000.“

Das Gelsenkirchen immer noch eine Stadt mit Problemen ist, sei unbestreitbar, ergänzt Axel Barton. Dies zeige sich besonders in einer seit Jahren konstant hohen Langzeitarbeitslosigkeit. „Dieses Problem steht dann auch in direktem Zusammenhang mit Kinderarmut und Gesundheit der Betroffenen. Um diesen Menschen eine Chance zu geben, der Negativspirale zu entkommen, müssen Land und Bund die Impulse aus Gelsenkirchen zu einem Sozialen Arbeitsmarkt jetzt schnellstmöglich umsetzen“, so Barton, der als Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales seit vielen Jahren für eben diesen Sozialen Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen kämpft.

„Die Zuwanderung, insbesondere aus Südosteuropa, ist ein weiteres Problem, mit dem wir uns besonders hier in Gelsenkirchen auseinandersetzen müssen“, fügt Barton an. „Hier tragen wir die Lasten für andere, stärkere Kommunen mit, denn die Menschen ziehen nicht nach München oder in den beschaulichen Breisgau, sondern nach Gelsenkirchen auf Grund günstiger Mieten und Lebenshaltungskosten. Mit einer aktiven Stadterneuerung in schwierigen Stadtteilen sorgen wir dafür, dass unsere Quartiere lebenswert bleiben. Das müssen wir dringend fortsetzen, aber wir sind dabei auf die verstärkte Hilfe derer angewiesen, für die wir die Aufgaben schultern“, so Barton weiter.

Und auch die Politik vor Ort wisse, dass Gelsenkirchen mit sehr knappen Mitteln immer wieder haushalten müsse. Deshalb gehe nicht immer das Wünschenswerte. Vielmehr müssten sich alle Akteure Gedanken darüber machen, was das Wichtigste für die Menschen in unserer Stadt sei, so Barton weiter und ergänzt: „Wir müssen leider vieles hintenanstellen und penibel darauf achten die richtigen Impulse zu setzen. Wir investieren zum Beispiel in unsere Kinder und Jugendlichen und in die Stadterneuerung, um lebenswerte Quartiere für die Menschen vor Ort zu erhalten. Auszeichnungen im Kinder- und Jugendbereich, bei der nachhaltigen Bildung und auch im Klimaschutz sind nicht selbstverständlich für eine Stadt wie Gelsenkirchen. Sie machen aber auch deutlich, dass die Menschen den Weg mitgehen.“

Dass Gelsenkirchen auch die Zukunft im Blick hat und erfolgreich die Strukturen für eine digitale und vernetzte Stadt schafft, betont zudem Manfred Leichtweis: „Mit der Ernennung Gelsenkirchens zur digitalen Modellkommune sind wir hier Vorreiter und genießen NRW- und bundesweit ein herausragendes Standing.“
Für die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden bleibt der Nutzen so einer Studie abzuwägen: „Wenn solche Studien einen Sinn für Gelsenkirchen haben, dann sind sie deutliche Argumente für die Landes- und Bundespolitik. Gelder dürfen nicht mehr nach Himmelsrichtungen, sondern müssen nach Bedürftigkeit verteilt werden. Die Menschen in Gelsenkirchen machen ihre Hausaufgaben, jetzt sind Land und Bund gefragt, die Richtigen Schritte und Impulse zu setzen, so Manfred Leichtweis abschließend.“

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