Kulturpolitik

Kultur in Gelsenkirchen hat viele Gesichter.

Kultur in Gelsenkirchen hat viele Gesichter. Neben dem Musiktheater im Revier mit seinem herausragenden Ballett gibt es das Kinder- und Jugendtheater Consol, das Kunstmuseum, die Kulturmeile, das Musikprobenzentrum, die Flora und nicht zuletzt das Kreativquartier in Ückendorf mit dem Projekt des neuen Halfmannshof und der Galeriemeile. Schloss Horst und die Vorburg dürfen in dieser unvollständigen Aufzählung nicht fehlen.

Auch in vielen anderen Stadtteilen arbeiten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die sich aktiv in die Gelsenkirchener Kulturszene einbringen. Trotz der unabwendbaren Konsolidierung des städtischen Haushalts und der notwendigen Sparzwänge haben wir dafür gesorgt, dass die Förderung der Hochkultur bis zur freien Kultur nicht zurückgefahren werden musste und über den Culturcent mit dafür sorgt, dass Projekte in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern realisiert werden können. Dadurch unterscheiden wir uns von vielen anderen Städten, in denen es zum Teil zum heftigen Abbau von Kultureinrichtungen gekommen ist. Wir halten die Kulturförderung für unverzichtbar, denn die vielfältige, bunte und lebhafte Kulturszene prägt das Gesicht unserer Stadt wesentlich mit.

Wir haben mit umfassenden Investitionen in das Musiktheater dafür gesorgt, dass die notwendigen Modernisierungen eingeleitet werden konnten und das Ballett als Sparte nicht nur erhalten, sondern gestärkt. Deshalb sind wir besonders stolz darauf, dass die neue Ballettchefin Bridget Breiner den Deutschen Theaterpreis gewonnen hat und für Aufsehen weit über die Grenzen der Stadt hinaus gesorgt hat. Die produktive Zusammenarbeit mit dem Generalintendaten des MIR sorgt dafür, dass wir mit unserem Opernhaus auf großen Zuspruch stoßen. Wir werden diesen Entwicklungsprozess in den nächsten Jahren weiterhin aktiv unterstützen.

Aber auch das Consoltheater macht eine herausragende Arbeit und wurde ebenfalls mit einer Produktion für den Deutschen Theaterpreis nominiert. Wir haben ab 2013 dafür gesorgt, dass das Kinder- und Jugendtheater finanziell abgesichert wird, denn wir werden insbesondere den sozio-kulturellen Bereich der Arbeit stärken. Dies ist aus unserer Sicht eine übergreifende Aufgabe nicht nur der Kultur.

Die Neue Philharmonie Westfalen wird durch den neuen Generalmusikdirektor ihre Arbeit und Einsatzmöglichkeiten weiter entwickeln und dafür sorgen, dass das hohe Niveau der Oper, des Musicals und der Konzerte erhalten bleibt und durch besondere Formate neue Zugangswege zu anderen Publikumsschichten öffnet.

Wir sehen die Gelsenkirchener Kultur durchaus als einen Bestandteil der Präventionskette „Kein Kind zurücklassen“, indem wir Kultur als wichtiges „Lebensmittel“ für die Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen begreifen. Auch deshalb haben wir seit 2012 das Kunstmuseum finanziell besser ausgestattet, um die dezentrale Arbeit mit Kindern zu stärken. Dieses führt zu einer verstärkten Einbindung von Kulturpädagogik in die Arbeit der Netzwerke der Stadtteilerneuerung und der Präventionsprojekte.

Unsere Ziele für Gelsenkirchen auf einen Blick:

  • Wir wollen die zentralen Kultureinrichtungen erhalten und weiterentwickeln. Das Musiktheater im Revier und das Ballett im Revier sind dabei die herausragenden Bausteine. Die Neue Philharmonie Westfalen wird in diesem Konzept eine wesentliche Rolle spielen.
  • Wir werden das Kinder- und Jugendtheater Consol unterstützen und stabilisieren, wobei wir besonderen Wert auf die sozio-kulturelle Arbeit legen.
  • Wir wollen auch die anderen Kulturstandorte erhalten und zwar zentral und dezentral. Dabei ist uns auch der prägende Charakter in einzelnen Stadtteilen und Quartieren besonders wichtig.
  • Wir werden das Kunstmuseum Gelsenkirchen weiter unterstützen und es stärker in die Netzwerkstrukturen unserer Stadt integrieren. Dabei soll die kulturpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein wesentlicher Schwerpunkt werden.
  • Wir werden die freie Kultur im Rahmen unserer Möglichkeiten weiter fördern und ihre Bedeutung herausarbeiten. Dazu gehört auch ihr Stellenwert im Rahmen der sozialen Arbeit in den Stadtteilerneuerungsgebieten.
  • Wir wollen jungen Künstlern Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung stellen, auf denen sie an der kreativen Gestaltung des Stadtbildes mitwirken können. Wir denken dabei auch an den Ausbau von Probe- und Auftrittsmöglichkeiten für junge Musiker und Performancekünstler.
  • Wir werden die vielfältige, lebhafte und bunte Kulturlandschaft als mitprägenden Wirtschaftsfaktor unserer Stadt in die Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit stärker einbringen.