Sportpolitik

Sport in Gelsenkirchen ist vielschichtig wie die Stadt selbst.

Consol-Gelände

Sport in Gelsenkirchen ist vielschichtig wie die Stadt selbst. Sport in Gelsenkirchen ist ganz bewusst selbst organisiert: Seit 1994 sorgt der Sport mit seiner Selbstverwaltung „Gelsensport“, der Dachorganisation aller Gelsenkirchener Sportvereine, dafür, dass Verwaltung, Pflege und Unterhaltung der Sportplätze und Sporthallen funktionieren, dass „Sport für alle“ kein Schlagwort ist. 230 Vereine und Freizeit-Sportgruppen bieten ein umfassendes Sportangebot und werden betreut. Ein Sportamt gibt es in Gelsenkirchen nicht mehr, der organisierte Sport regelt dies in großer Eigenverantwortung. Dafür erhalten die Vereine kommunale Sportfördermittel und zahlen keine Betriebskostenzuschüsse.      

Obwohl die Sportvereine nach wie vor die gemeinwohlorientierten Sportanbieter Nummer eins sind und unserer besonderen Förderung sicher sein können, gibt es immer mehr Menschen, die ihren Sport außerhalb von Sportvereinen betreiben. Auch dafür braucht man Platz und Gelegenheiten. Für Jogger und Walker wurden deshalb Strecken im Norden und im Süden eingerichtet, und es existiert eine Trendsportanlage auf dem Consol-Gelände sowie eine Mountainbike-Anlage in Resse. Es wird immer wichtiger, in den Quartieren und Stadtteilen Sportgelegenheiten im weitesten vorzuhalten, damit wir eine entsprechende generationsübergreifende Mobilität sicherstellen können.

Mittlerweile verfügt jeder Stadtbezirk über einen Kunstrasenplatz; zur Entlastung und für die bewegungsorientierte Freizeitgestaltung sind einige Kleinspielfelder mit Kunstrasenbelag gebaut worden. Diese können sowohl durch die Sportvereine, aber auch durch den offenen Ganztag und Kitas genutzt werden. Ebenfalls werden vereinseigene Anlagen durch Mittel der Stadt Gelsenkirchen im Rahmen der Sportpauschale gefördert. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

Die gute Organisation des Sports und seiner Infrastruktur in Gelsenkirchen ist eine wichtige Grundlage für weitere Projekte, um den Sport in Gelsenkirchen zukunftsfähig zu machen. Der Vereinssport, vereinsungebundener Sport und Trendsport müssen um weitere wichtige Standbeine ergänzt werden. Auf Grund wichtiger bildungs- und gesellschaftspolitischer Entwicklungen muss Sportpolitik strategischer Partner wichtiger Netzwerke werden, die sich in der Stadt herausgebildet haben. Wesentlich sind dabei die Präventionskette „Kein Kind zurücklassen“ und „Gerne Älter werden in Gelsenkirchen“ zu nennen. Insbesondere der Offene Ganztag hat erhebliche Auswirkungen auf den Vereinssport. Wir werden den organisierten Sport unterstützen, sich in diesen Netzwerken zu etablieren. Dabei kann eine extern begleitete Sportentwicklungsplanung eine unterstützende Bedeutung haben, die sich schnell verändernden Rahmenbedingungen für den Sport aufzuarbeiten und Zukunftsprojekte aufzuzeigen.

Unsere Ziele für Gelsenkirchen auf einen Blick:

  • Die Sportstätten in Gelsenkirchen stehen dem organisierten Sport weiterhin ohne Betriebskostenzuschüsse zur Verfügung.
  • Die vertraglichen Vereinbarungen zur  Organisation des Sports zwischen der Stadt Gelsenkirchen und Gelsensport sind auch weiterhin die Grundlage unseres sportpolitischen Handelns.
  • Förderung des gemeinwohlorientierten Sports
  • Erarbeitung eines Kunstrasenbedarfsplans für die nächsten Jahre
  • Sportentwicklungsplanung für die Stadt Gelsenkirchen
  • Unterstützung der Projekte „Gelsenkirchen bewegt seine Kinder“ und „Gerne Älter werden in Gelsenkirchen“
  • Integration des Sports in die Netzwerke der Stadt und in die Strukturen der Stadterneuerungsprogramme
  • Verstärkung der Kooperation im Politikfeld „Gesundheit und Sport“.