Kommunalpolitiker der SPD-Fraktion informierten sich über das Kolumbarium

Eine Bestattung ist ein Thema, über das viele Menschen zunächst ungern nachdenken. Trotzdem ist es wichtig für viele Menschen, denn sie machen sich Gedanken über das wie und wo der Bestattung naher Angehöriger oder sogar über die eigene Bestattung.

Wie und wo kann man würdig Abschied nehmen? Kann ich das Grab jederzeit besuchen? Erfolgt die Bestattung ausschließlich anonym? Wer Pflegt die Grabstätte nach der Bestattung und letztlich auch: Welche Kosten fallen an?

Alle diese Fragen bewegen letztlich viele Menschen irgendwann, wenn sie mit dem Thema Tod in Berührung kommen. Und die Menschen finden immer individuellere Antworten auf diese Fragen.

Immer mehr unterschiedliche Bestattungsformen etablieren sich neben der traditionellen Feuerbestattung oder dem Reihengrab. Verschiedene Formen der Bestattung in der Natur - wie etwa Friedwälder oder halbanonyme Bestattungen auf besonders gestalteten Urnenfeldern - suchen sich ihren Platz neben den traditionellen Reihengräbern und anonymen Feuerbestattungen.

Eine weitere Möglichkeit gibt es seit Januar in Gelsenkirchen. Gelsendienste als Betreiber der städtischen Friedhöfe bietet jetzt auch die Bestattung in einem so genannten Kolumbarium an.

Hierüber informierten sich jetzt SPD-Kommunalpolitiker vor Ort. Olaf Bier, Sprecher der SPD-Fraktion im Betriebsausschuss Gelsendienste, sein Stellvertreter Manfred Rose, Diethelm Striemer und der SPD-Fraktionsvorsitzende Axel Barton ließen sich von Sabine Otthöfer (Abteilungsleiterin Gelsendienste) und Pascal Sehr (Fachgruppenleiter Friedhöfe) die neue Einrichtung zeigen.

Die ehemalige Trauerhalle am Hauptfriedhof in Buer wurde dazu für rund eine Million Euro umgebaut und völlig neu gestaltet. Jetzt ist es dort möglich, Urnen mit der Asche Verstorbener in verglasten Urnenkammern zu bestatten. Diese sind jeweils mit einer Plakette mit Namen und Lebensdaten versehen. Wenn gewünscht, können ein Bild und ein weiterer persönlicher Gegenstand zusätzlich in Doppelkammern und Einzelkammern Platz finden. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit der Bestattung in anonymen Urnenfächern. Die Asche ruht hier für zwölf Jahre und wird danach in einem normalen Urnengrab bestattet.

„Ich freue mich darüber, dass wir dieses zusätzliche Angebot jetzt in Gelsenkirchen haben“, meinte im Anschluss an den Besuch Olaf Bier, der auch die gelungene Gestaltung des Gebäudes lobte. „Die Räumlichkeiten sind schlicht, aber sehr würdig gestaltet und die Regeln sind so, dass kein übermäßiger Grabschmuck das Gedenken stört.“

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Axel Barton begrüßte das Angebot vor allem als Alternative zu Friedwäldern und anonymen Bestattungen.

„Hier haben die Menschen die Möglichkeit, einen Platz zum Gedenken zu finden, ohne sich um die Grabpflege sorgen zu müssen. Zugleich ist der Ort gut erreichbar und in einem geschlossenen Gebäude. Dadurch ist er wettergeschützt und videoüberwacht. Auch die Sicherheit ist ja ein Thema auf den Friedhöfen“, so Axel Barton.