Ünalgan (SPD): „Kulturentwicklungsplanung kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen“

Taner Ünalgan, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion

Anlässlich der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus und urbane Szene des Rates der Stadt Gelsenkirchen am 28. April erklärt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Gelsenkirchen, Taner Ünalgan:

„In der nächsten Sitzung des Kulturausschusses werden wir zentrale Weichen für die Entwicklung der Gelsenkirchener Kulturlandschaft stellen. Mit der Beauftragung der Verwaltung zur Erstellung eines Kulturentwicklungsplanes initiieren wir nun einen Prozess, der im besten Fall Perspektiven für viele Jahre abbilden und die Grundlage für vielfältige weitere kulturpolitische Projekte in unserer Stadt darstellen soll. Dabei werden wir einen besonderen Fokus darauf legen, dass dieser Prozess auch in Pandemiezeiten so partizipativ und beteiligungsorientiert wie möglich gestaltet wird. Es macht nämlich Sinn, dass unsere Kunst- und Kulturschaffenden, die lokalen Veranstalter und die kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürger bei einer Planung, die sie alle betrifft, mitreden können. Deshalb kann die Kulturentwicklungsplanung nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Mit dem Beschluss des diesjährigen Haushaltes haben SPD, CDU, FDP und Tierschutz hier auch die finanziellen Mittel für die Kulturentwicklungsplanung in Höhe von jeweils 60.000 Euro in 2021 und 2022, also insgesamt 120.000 Euro, beschlossen. Ünalgan ergänzt: „Mit weiteren Haushaltsmitteln unterstützen wir unsere lokale Kulturszene zudem in einer auch für sie äußerst kritischen Zeit in einem für kommunalpolitische Verhältnisse hohen Maße, etwa indem wir weitere 50.000 Euro zur Förderung öffentlicher Veranstaltungen und für KünstlerInnenstipendien oder weitere 90.000 Euro zur Finanzierung kultureller Formate beispielsweise in den Zentren beschlossen haben. Mit unseren diesjährigen kulturpolitischen Haushaltsanträgen setzen wir das um, was wir sowohl in unserem Kommunalwahlprogramm als auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben und verfolgen damit unsere klare Linie, dass vielfältige Kultur für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft von unschätzbarem Wert ist.“

Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion wird sich der Kulturausschuss außerdem mit der 16. Manifesta, einer europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst, die im Jahr 2026 im Ruhrgebiet stattfinden wird, befassen, „um frühzeitig Chancen für unsere Stadt und unsere Region auszuloten“, wie Ünalgan erläutert. Die Vorstellung des virtuellen Rundgangs durch die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ steht ebenfalls auf Initiative der SPD-Fraktion auf der Tagesordnung, um das Bewusstsein über die grausamen Ereignisse der Vergangenheit auch in Gelsenkirchen zu schärfen und mit einer aktiven Erinnerungskultur auch für die Zukunft vorsorgen zu wollen, so Ünalgan abschließend.